Geschichte des antiken Fünfkampfes

Der Fünfkampf bestand aus Laufen (eine Stadionrunde), Weitsprung, Speerwerfen, Diskuswerfen und dem Ringkampf. Im Jahre 708 vor Christus Geburt wurde der "antike" Fünfkampf in das Olympische Programm aufgenommen. Der Fünfkampf war damals eine Ausbildungsform für werdende Soldaten. Der Fünfkampf wurde zu einer wichtigen Sportart im olympischen Programm und wurde von vielen als Höhepunkt betrachtet. Die Bewunderung für den antiken Fünfkampf wurden voll und ganz geteilt von dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, Baron Pierre de Coubertin, und er äußerte seine Hilfe für das Konzept des Fünfkampfes eloquent und mit Nachdruck in seinen Olympischen Erinnerungen 1931 zu veröffentlichen. 1909 versuchte er diese Sportart wieder in das olympische Programm aufzunehmen und nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen war die Zeit gekommen, als Pierre de Coubertin bei der 14. Beratung des Internationalen Olympischen Kommitees in Budapest (Ungarn) im Jahr 1911 anfing: "Der Heilige Geist des Sports beleuchtete meine Kollegen und sie akzeptierten einen Wettkampf, dem ich eine große Wichtigkeit anhänge".

Geschichte des Modernen Fünfkampfes

Es war der Begründer der Olymischen Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin, der 1884 nach dem Vorbild des antiken Pentathlon (Diskus, Weitsprung, Speer, Stadionlauf, Ringen) der einseitigen Spezalisierung entgegen wirkte und den Weg wies, hin zur vielseitigen Ausbildung eines "wahren und vollkommenen Athleten". Der Moderne Fünfkampf, erstmals ausgetragen bei der V. Olympiade in Stockholm (Schweden) 1912, beinhaltet den Geist seines antiken Ebenbildes. Es war de Coubertins Wunsch das es die Veranstaltung wird, die die moral Qualitäten wie auch die physischen Ressourcen und Fähigkeiten teste. Eben das was einen guten Athleten ausmacht. Nicht überraschend, das es die Armee war, die diesen neuen Sport mit seinen Ansprüchen an Courage, Koordination, Fitness, Selbstdisziplin und Flexibilität in immer anderen Verhältnissen begeistert annahm. Ein junger amerikanischer Leutnant, der spätere bekannte Zweite Weltkrieg General George S. Patton, beendete den ersten olympischen Modernen Fünfkampf als fünfter und in vielen weiteren Jahren wurde der Fünfkampf als Abschlusstest von vielen europäischen Millitärakademien genutzt. Der Mix von physikalischen und mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten die im Fünfkampf erforderlich sind, haben auch bedeutet, dass Athleten fähig waren an drei oder vier Olympischen Spielen anzutreten. Dies ist so, weil die zu erwartenden Zeiten im Laufen und Schwimmen mit zunehmendem Alter schlechter, dagegen jedoch die Fähigkeiten in den technischen Disziplinen (Schießen, Reiten, Fechten) besser werden.

1981 wurden erstmalig Weltmeisterschaft für Frauen durchgeführt und seit 2000 in Sydney ist der Frauenwettbewerb auch olympisch. 2008 errang Lena Schöneborn für Deutschland erstamals die Goldmedaille.

Seit 1996 werden alle fünf Disziplinen an einem Wettkampftag in der Reihenfolge: Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Laufen durchgeführt.

Aber der Fünfkampf befindet sich weiter im Wandel. Die Disziplinen Schießen und Laufen wurden 2009 im sogenannten "Combined Event" zusammengelegt und werden wie eine Art Biathlon durchgeführt.

Geschichte der Fünfkampfabteilung des OSC Potsdams

Im August des Jahres 1990 wurde von 21 ehemaligen Fünfkämpfern der 60er Jahre der Brandenburgische Verband für Modernen Fünfkampf gegründet. Auf dem traditionsreichen Gelände des Luftschiffhafens, der einstigen Trainingsstätte der Fünfkämpfer, bildete sich eine Abteilung dieser Sportart innerhalb des OSC Potsdam.
Mit Klaus Petrikowski und Peter Stanitzki, geben zwei Gründungsmitgliedern und ehemalige Fünfkämpfer im Verein gern ihre Erfahrungen an den Nachwuchs weiter.

Die Anerkennung als Landesstützpunkt ließ nicht lange auf sich warten. 2009 folgte sogar die Ernennung zum Bundesnachwuchsstützpunkt. Die sportlichen Erfolge, aber auch die Vielzahl an begeisterten Mehrkämpfern machten diese Entwicklung möglich. Zahlreiche Deutsche Meisterschaftsmedaillen wurden in den letzten Jahren gesammelt und Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften errungen.
Als sportliche Höhepunkte bei den Fünfkämpfern in Potsdam sind u.a., die jährliche Ausrichtung des Sanssouci- Pokals sowie anderer Meisterschaften und die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen.